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Peter Bjärgö (S)

Info

(http://gothpost.com/peter-bjargo-animus-retinentia/)

Peter Bjargo obviously needs no introduction. Most of you know him already as the driving force behind Arcana and Sophia, among others.

I could also mention his involvement in other projects, some of whom belong to the metal end of the spectrum.Apart from these activities-which also include his works as a producer-he also finds time and energy to release solo affairs. “Animus Retinentia’ is his third full length release as a solo artist. And once more, it is released by Cyclic Law. Writing for this eclectic label would need a text of its own. So, for now, please allow me to focus on this recording, exclusively.

There are not many artists around that have been so prolific. And yet manage to present quality albums all the way through. Peter is one of those rare cases, thankfully. And that is the initial point, actually: Bjargo has something to say as an artist. This might come off as a cliché, on my part-but, let me assure you: it is not! Leaving behind the fragments of his musical palette, Bjargo unleashes a harmonious, evocative and gentle assault on my senses.

The word “ assault” could sound as an exaggeration, perhaps. Judging by the gentle, autumnal feel that this music possesses. Using piano and guitar sounds, the result is pretty much flawless. Being low-key and full of tension, at the same time. This album creates a sonic aura of nostalgia, without having to borrow form Peter’s other, bombastic or ethereal attempts. This album differs, while not trying to be something else.

The real important factor here, is the simple beauty of this music. While I do not wish to choose stand-out tracks, there are moments of pure grace to be found, herein! Listen for example to the fragile, lush sounds of “As The Rain Falls”. So full of emotions, so simple and yet, so astonishing. Do not let the mournful state of this music deceive you. There is power and pathos in Peter’s musical dreams-you just have to listen to it, carefully. These songs’ overall stature is the state of balance re-stored. ‘Memories II” brings deep vocals on the table-connecting them with water-like, discreet guitar sound-washing. The result is breathtaking-as mentioned above, more or less. This soft approach works outstandingly well. This is a monument that truly defies genre convictions: it is just music, full of elegance and rich in sentiments.

(http://gezeitenstrom.weebly.com/reviews/peter-bjaergoe-animus-retinentia-2017)

Musikkenner sollte der Name Peter Bjärgö ein Begriff sein. Der Schwede, der mit richtigen Namen Peter Pettersson heißt, ist ab 1996 mit der Band Arcana mehr als nur berühmt geworden. Doch auch auf Solopfaden ist Peter Bjärgö sehr erfolgreich. Im Gedächtnis bleiben wird sicher sein neustes Projekt „Animus Retinentia“ - nicht nur aufgrund des lateinischen Albumtitels.

Das dritte Studioalbum ist ein verträumtes, kleines Juwel im Genre des Ambient, bei dem der Schwede so ziemlich alle Register seines Könnens zieht.

Animus Retinentia ist so ein Album, welches sich ausschließlich eignet, wenn in hektischen Zeiten ein Ruhepol von Nöten ist. Die Musik ist ruhig und verträumt, mit leicht lakonischer Melancholie durchzogen. Peter Bjärgö schafft es mit seiner Musik, sphärische Augenblicke zu kreieren, die sehr bedächtig und ausgeglichen zum Reflektieren einladen. Instrumentalisiert werden diese Traumlandschaften mit Gitarre, Klavier, Orchesterparts, inklusive elektronischer Nuancen. Die Strukturen haben marginale Züge auch aus der Neoklassik, verschmelzen allerdings nahtlos mit dem atmosphärischen Gefüge. Romantisch und gedankenverloren malt der Schwede akustisch Bilder voller Schönheit und Beschaulichkeit.

Atmosphärische Klanglandschaften mit emotionalen Facetten sind die Tragpfeiler des Albums. Vor allem der herausstechende Gesang ist ebenso ein Markenzeichen des Schweden, der damit gewisse, gefühlsbetonte Stellen in einzelnen Stücken unterstreicht. Das Album folgt auch dem Konzept von Not und Trauer und möchte eine Welt vermitteln, eine Schwelle in eine andere Welt, in der Lichtblicke ab und zu durchdringen. Auch wenn einige marginale Parallelen zum Dark-Ambient integriert sind, so setzt das Album eigene Akzente.

Dunkle Schönheit der Akustik

Die eingängigen Melodien sind emotional geprägt und finden in einigen Songs geradezu ihren Zenit. Trotzdem fällt es schwer, einzelne Stücke auf dem Album hervorzuheben, denn Animus Retinentia ist als Gesamtwerk anzusehen. Fast eine Stunde lang darf man daher seinen Gefühlen zu der Musik freien Lauf lassen. Harmonie und emotionale Feinfühligkeit sind auf allen elf Songs der ausschlaggebende Aspekt. Gleichwohl wird man von Stücken wie „Memories II“ oder „As Rain Falls“ geradezu verzaubert. Sinnlich und anmutig erklingen diese Stücke, welche sehr getragen werden von grazilen Klaviersonaten und beschaulichen Gitarrenarrangements.

Als Fazit bleibt der Gedanke, Animus Retinentia ist mit neoklassischen Akzent im Ambient sehr interessant gestaltet. Atmosphäre musikalisch ausdrücken ist nicht immer leicht und es gibt sicher viele Künstler, die sich daran versuchen. Peter Bjärgö zelebriert diesen Aspekt mit geradezu gespenstischer Perfektion, die fesselt, mitreißt und zum gedankenverlorenen Träumen einlädt.